Ostfriesland - Ferienwohnung Lärchenhuske

Landschaftstypen

Das Watt

Das Watt ist der Übergangsbereich vom Festland zum offenen Meer. Die durchschnittliche Ausdehnung der Wattflächen beträgt 5 bis 7 km, stellenweise auch bis zu 10 und 15 km.

Geest und Marsch
Es handelt sich um ebene, von Wellenschlag und Strömung geprägte Schlick- und Sandflächen, die zweimal täglich im Wechsel der Gezeiten bei Flut überströmt werden und bei Ebbe trockenfallen. In den Wattböden hat das im regelmäßigen Rhythmus auf- und ablaufende Wasser ein verzweigtes System von Wasserläufen eingeschnitten; dies setzt sich aus den fein verästelten Prielen, den breiteren Baljen und den Seegats zwischen den Inseln als Durchgängen zur offenen See zusammen.

Der Rhythmus von auflaufendem Wasser (Flut) und ablaufendem Wasser (Ebbe) wiederholt sich zweimal täglich.

Der Höchststand des Wassers nach der Flut wird als Hochwasser, der geringste Wasserstand nach der Ebbe als Niedrigwasser bezeichnet.
Den ganzen Vorgang von einem Niedrigwasser zu anderen Niedrigwasser bezeichnet man als Tide (12,5 Stunden).
Dieser Gezeitenrhythmus wird hauptsächlich durch die Anziehungskraft des Mondes bei der Erdumkreisung hervorgerufen.
Der Mond zieht auf seiner Seite der Erde die Wassermassen zu einer breiten Welle an. An der entgegengesetzten Seite der Erde bildet sich durch die Fliehkraft eine zweite Welle. Bei einer Mondumlaufzeit um die Erde von 25 Stunden erreicht jede dieser Wellen einen festen Punkt auf der Erde nach 12,5 Stunden. Dann ist an diesem Punkt Hochwasser.
Landschaft Die Geest

Die Geest ist eine durch eiszeitliche Aufschüttungen entstandene, meist aus Sandböden bestehende, relativ trockene Landschaft, die höher liegt als die Marsch.

Zu erkennen ist die Geest an der abwechslungsreichen Landschaft mit Wald, Weiden und Äckern.
Das Stadtgebiet von Norden liegt auf einem solchen Geestrücken. Die Geest konnte früh besiedelt werden, da sie einige Meter über dem Meeresspiegel liegend Schutz vor Sturmfluten bot.
Typisch sind auch die Wallhecken (auch kurz Wall genannt), die Jahrhunderte lang u.a. dazu dienten, das Weidevieh von den Dorfäckern fernzuhalten. Die meisten der noch bestehenden Wallhecken stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Angelegt wurden die Hecken, indem Bodenmaterial zu einem 2 bis 2,5 Meter breiten und etwa 1 bis 1,5 Meter hohen Wall aufgeschüttet wurde. Die Erhebungen wurden mit Grassoden abgedeckt und mit Sträuchern und Bäumen bepflanzt.

Wallhecken
Die Marsch Die Marsch

Zwischen der Geest und dem Wattenmeer befindet sich die fruchtbare Marsch, die sich 3 bis 17 km zwischen dem Watt und der Geest erstreckt. Das Land ist vor der Eindeichung über Jahrhunderte durch von Ebbe und Flut hinterlassenen Schlickablagerungen entstanden.
Dieser Prozeß findet auch heute noch vor den Deichen statt. Das so entstehende äußerst fruchtbare Neuland nennt man Polder oder Groden.

Die Marschen erheben sich kaum über den mittleren Meeresspiegel, liegen z.T. sogar darunter.
Dieser Landstrich wird durch die Landwirtschaft geprägt. Neben Deichen und Entwässerungsgräben zeugen davon auch die Spuren zahlreicher Warfen (künstlich aufgeworfene Wohnhügel), die über mehrere Jahrhunderte landschaftsprägend waren und z.T. noch heute erkennbar sind.
Das Moor

Zwischen Geest und Marsch sind verschiedene Hochmoore und Niederungs- oder Flachmoore zu finden.

Die Moorbildung begann um 6000 v. Chr.

In Eversmeer (Samtgemeinde Holtriem) liegt der größte Hochmoorsee Deutschlands, das Ewige Meer.

Das Moor
Hochmoore sind reine Regenwassermoore. Sie haben ihren eigenen, stark sauren, mineral- und sauerstoffarmen Wasserhaushalt. So gedeihen hier nur wenige Pflanzen. Die Torfmoose (Sphagnum) sind die hauptsächlichen Torfbildner im Hochmoor. Im Gegensatz zu den meist ebenen Niedermooren, wölben sich Hochmoore uhrglasförmig meterhoch über der Mineralbodenoberfläche auf.
Unter günstigen Wachstumsbedingungen können einige Hochmoore eine Mächtigkeit von 10 Metern erreichen.
Niederungs- oder Flachmoore bilden sich auf grundwassernahen Standorten. Durch die Wasserbewegung können Mineralstoffe für die Pflanzenernährung zugeführt und wasserlösliche Vertorfungsprodukte abgeführt werden. Das Grundwasser enthält mehr Sauerstoff als Regenwasser und sorgt für eine schnellere Zersetzung der abgestorbenen Pflanzen. Die Torfbildung ist daher geringer als im Hochmoor.
In Südbrookmerland liegt der größte Flachmoorsee Ostfrieslands, das Große Meer.
Vor dem Eingriff des Menschen waren Teile Ostfrieslands weite baumlose Moore. Große Flächen wurden kultiviert und besiedelt. Der Torfabbau war lange Jahre wichtige Erwerbsquelle und Energieressource.